KPA 2026: 290’000 Franken zur Beschleunigung des kreislauforientierten Bauens
Inhaltsverzeichnis
Der KPA 2026 auf einen Blick
Sind Sie ein Freiburger Unternehmen mit einer innovativen, wirkungsvollen und reproduzierbaren Lösung, um die Bauwirtschaft zu transformieren und deren Umweltbelastung zu reduzieren? Wir geben Ihnen die Mittel, um aktiv zu werden.
Der Kanton Freiburg lanciert die zweite Ausgabe seines thematischen Kooperationsprojektaufrufs (KPA), der 2025 im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) ins Leben gerufen wurde.
Ziel: Unterstützung kollaborativer Projekte zwischen Unternehmen zur Beschleunigung des Übergangs zu einer kreislauforientierten und umweltgerecht konzipierten Bauweise als Antwort auf die ökologischen und regulatorischen Herausforderungen des Bausektors.
Thema 2026: Bauen neu denken: hin zu kreislauforientierten und umweltgerecht konzipierten Systemen.
Einreichfrist der Projektskizzen: 9. September 2026.
Was ist ein KPA?
Der Kooperationsprojektaufruf (KPA) ist ein wirtschaftliches Förderinstrument des Kantons Freiburg, finanziert durch die Neue Regionalpolitik (NRP).
Er richtet sich an Unternehmensgruppen, die eine innovative Lösung zu einer auf kantonaler Ebene identifizierten Problemstellung konkret umsetzen möchten. Der KPA fördert die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit sowie die Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten.
Teilnahmebedingung: Das Projekt muss mindestens drei Unternehmen umfassen, von denen die Mehrheit im Kanton Freiburg ansässig ist. Die Zusammenarbeit mit einem akademischen Partner ist möglich und erwünscht, jedoch nicht obligatorisch.
Die ausgewählten Projekte erhalten eine finanzielle Unterstützung von bis zu 290’000 Franken, die maximal 65 % des Gesamtbudgets des Projekts abdeckt. Die beteiligten Unternehmen tragen den verbleibenden Anteil, davon 10 % in bar sowie 25 % in Form von Eigenleistungen.
Ziele des KPA 2026
Der KPA 2026 unterstützt die Entwicklung kollaborativer Lösungen zur Reduktion der Umweltbelastung im Bausektor, insbesondere bereits in der Planungsphase.
Der Sektor sieht sich zunehmenden Umweltanforderungen gegenüber, insbesondere im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn), die bis 2029 die Einführung von Grenzwerten für Treibhausgasemissionen sowie für graue Energie vorsehen.
Die Projekte sollen innovative Ansätze mit hoher Wirkung vorschlagen, insbesondere durch die Reduktion grauer Energie und die Förderung der Kreislauffähigkeit der Materialien: Einsatz biobasierter oder recycelter Materialien, Entwicklung rückbaubarer Systeme, digitale Werkzeuge (Materialpässe, digitale Zwillinge) zur Verbesserung der Nachverfolgbarkeit oder Lösungen zur Förderung der Wiederverwendung von Ressourcen wie Baustoffbörsen.
Sie sollen mindestens eines der folgenden Ziele verfolgen:
- Entwicklung modularer und rückbaubarer Systeme zur Förderung der Wiederverwendung
- Entwicklung digitaler Werkzeuge zur Rückverfolgbarkeit von Materialien und deren Umweltwirkung
- Optimierung der Umweltleistung von Produkten, insbesondere in Bezug auf graue Energie
- Entwicklung von Lösungen zur Förderung der Kreislauffähigkeit der Materialen
Zudem muss jedes Projekt zwingend eine messbare Wirkung auf die Umweltbilanz von Gebäuden und Infrastrukturen nachweisen und gleichzeitig deren wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit erhalten.
Beteiligte Akteure
Diese Liste ist beispielhaft und nicht abschliessend:
- Unternehmen aus Bau und Vorfertigung
- Hersteller von Materialien (Beton, Holz, Dämmstoffe usw.)
- Anbieter von digitalen Lösungen und Rückverfolgbarkeitstools
- Architekten, Ingenieur- und Planungsbüros
- Akteure aus Rückbau und Recycling
- Unternehmen im Bereich biobasierter oder recycelter Materialien
- Akteure im Bereich Energie und Umweltperformance
- Forschungszentren und akademische Partner
- Öffentliche Institutionen und Akteure der Raumplanung
Verfahren in 6 Schritten
- Schritt 1: Lancierung des Projektaufrufs
Einreichung der Projektskizzen bis zum 9. September 2026 - Schritt 2: Auswahl der besten Skizzen
- Schritt 3: Ausarbeitung des Finanzierungsantrags
Mit Unterstützung durch INNOSQUARE - Schritt 4: Evaluation durch ein Expertengremium
Beurteilung von Relevanz, Machbarkeit und Wirkung - Schritt 5: Entscheid über die Vergabe des Förderbeitrags
Durch das NRP-Komitee - Schritt 6: Abschluss der NRP-Fördervereinbarung
Wie teilnehmen?
Sie möchten ein Projekt einreichen?
Bitte laden Sie das nachfolgende Word-Formular herunter und senden Sie es bis spätestens am 9. September 2026 per E-Mail an: nicolas.huet@hefr.ch.
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Kontakt
Nicolas Huet, Leiter INNOSQUARE, nicolas.huet@hefr.ch
Archiv: KPA 2025
Alle Informationen zum KPA 2025 finden Sie auf der untenstehenden Seite.




