NRP – Aufruf an Freiburger Unternehmen zur Beschleunigung des kreislauforientierten Bauens
Der Kanton Freiburg lanciert eine neue Ausgabe seines Kooperationsprojektaufrufs (KPA) im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP). Mit einem Budget von 290’000 Franken sollen Innovationsprojekte rund um den Übergang zu kreislauforientiertem und umweltgerecht geplantem Bauen unterstützt werden, um den ökologischen und regulatorischen Herausforderungen im Bausektor zu begegnen. Interessierte Unternehmen können ihre Projekte bis zum 9. September 2026 über www.promfr.ch/de/nrp-aufruf einreichen.
Der Bausektor sieht sich heute mit zunehmend strengeren Umweltanforderungen konfrontiert. Die Revision der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) sieht insbesondere neue Grenzwerte für Treibhausgasemissionen sowie Vorgaben zur grauen Energie bis 2029 vor.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, schreibt der Kanton Freiburg im Rahmen der NRP einen neuen Kooperationsprojektaufruf (KPA) aus. Diese Ausgabe steht unter dem Thema «Bauen neu denken: hin zu kreislauforientierten und umweltgerecht konzipierten Systemen» und hat zum Ziel, konkrete und auf regionaler Ebene direkt umsetzbare Lösungen hervorzubringen.
Reduktion des Fussabdrucks bereits in der Planungsphase
Die Projekte sollen innovative und wirkungsstarke Ansätze zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks von Gebäuden bereits in der Planungsphase aufzeigen, insbesondere durch die Verringerung der grauen Energie und die Förderung der Kreislauffähigkeit der Materialien. Dazu zählen beispielsweise der Einsatz lokaler biobasierter Materialien, rückbaubare Systeme oder digitale Werkzeuge zur Verbesserung der Rückverfolgbarkeit.
Alain Lunghi, stellvertretender Direktor der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg (WIF) und Verantwortlicher für die Regionalpolitik, betont: «Angesichts der kommenden Umweltanforderungen ist Vorausschau der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit. Dieser Aufruf soll es den Freiburger Unternehmen ermöglichen, diese Herausforderungen in Innovationschancen umzuwandeln.»
Förderung industrieller Synergien
Neben der Umweltdimension fördert dieser Projektaufruf eine kollaborative Herangehensweise entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Projekte müssen mindestens drei Unternehmen umfassen, wobei die Mehrheit ihren Sitz im Kanton Freiburg haben muss. Bei Bedarf kann ein akademischer Partner beigezogen werden, um den Wissenstransfer sowie die Entwicklung reproduzierbarer Lösungen zu fördern.
Nicolas Huet, Verantwortlicher von INNOSQUARE, erklärt: «Um die Herausforderungen der Zirkularität zu bewältigen, muss Innovation gemeinsam erfolgen. Ziel ist es, Synergien zwischen Unternehmen zu schaffen und konkrete, regional anwendbare Lösungen zu entwickeln.»
Die NRP-Finanzierung, die bis zu 290’000 Franken betragen kann, deckt maximal 65 % des Gesamtbudgets des Projekts. Die beteiligten Unternehmen tragen den verbleibenden Anteil, davon 10 % in bar sowie 25 % in Form von Eigenleistungen.
Die Projekte können einzeln oder im Konsortium eingereicht werden und müssen bis zum 9. September 2026 über www.promfr.ch/de/nrp-aufruf eingereicht werden. Auf dieser Seite sind sämtliche Teilnahmebedingungen und relevanten Informationen zusammengestellt.
Dieser Projektaufruf wird von der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg (WIF), zuständig für die NRP, in Partnerschaft mit der Handels- und Industriekammer des Kantons Freiburg (HIKF), der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR) sowie der Technologie- und Innovationsplattform INNOSQUARE getragen.