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Wirtschaftsförderung WIFNews Annette Heimlicher: «Die Instabilität ist dauerhaft geworden»

Annette Heimlicher: «Die Instabilität ist dauerhaft geworden»

Annette Heimlicher, CEO von Contrinex

Das 1972 gegründete und in Corminboeuf ansässige Unternehmen Contrinex hat sich als anerkannter Anbieter industrieller Sensoren etabliert. Annette Heimlicher ist seit 2005 im Unternehmen tätig und führt es seit 2012. Im Gespräch gibt sie Einblick in die jüngsten Entwicklungen.

Contrinex bewegt sich in einem sich wandelnden industriellen Umfeld. Was hat sich in den letzten Jahren am stärksten verändert?

Am deutlichsten spürbar ist die dauerhaft gewordene Instabilität. Mein Vater, der das Unternehmen gegründet hat, erlebte zwar auch schwierige Zeiten, aber ebenso lange Phasen der Stabilität und des Wachstums. Seit rund zehn Jahren bewegen wir uns jedoch in einem deutlich volatileren Umfeld, geprägt von aufeinanderfolgenden Krisen, in dem sich geopolitische Spannungen nahezu sofort auf die Nachfrage auswirken. Konkret bedeutet das: Sobald Unsicherheit entsteht, stoppen oder verschieben unsere Kunden ihre Bestellungen. Diese «Stop-and-go»-Bewegungen erschweren die Planbarkeit der Nachfrage und wirken sich direkt auf unsere Geschäftstätigkeit aus.

Ihre Smart Camera 3D eröffnet neue Perspektiven. Wie ist der aktuelle Stand?

Wir haben die Kamera Ende November 2025 auf den Markt gebracht und an der SPS in Nürnberg präsentiert, einer führenden Fachmesse für industrielle Automatisierung. Das Marktinteresse war sehr hoch – deutlich über unseren Erwartungen. Mit diesem Produkt erschliessen wir Anwendungen, die unsere bisherigen Sensoren nicht abdecken konnten.

Ein anschauliches Beispiel sind Logistikzentren, ein Bereich, den wir ursprünglich nicht im Fokus hatten. In zunehmend automatisierten Prozessen wird die Kamera etwa am Ende der Linie eingesetzt, um zu prüfen, ob Kartons vollständig sind. Das zeigt, wie wichtig es ist, das Produkt schnell auf den Markt zu bringen, um es im realen Einsatz zu testen und gezielt weiterzuentwickeln.

In den ersten fünf Monaten haben wir unsere ursprünglichen Verkaufsprognosen bereits übertroffen. Die Lösung ist noch nicht vollständig ausgereift, ihr Potenzial ist jedoch sehr vielversprechend.

Sie haben mit dieser Kamera den IFF-Preis 2024–2025 gewonnen. Was hat diese Auszeichnung für Sie verändert?

Am Markt ist der direkte Effekt eher begrenzt. Intern hingegen ist die Wirkung sehr stark. Der Preis ist eine Anerkennung unserer Vision und Innovationskraft durch die Freiburger Wirtschaft. Auch der Prozess selbst – von der Erstellung des Dossiers bis zum Austausch mit der Jury – hat den Zusammenhalt im Team gestärkt. Er ist eine wichtige Quelle für Motivation und Stolz.

Welche Rolle spielt das Freiburger Umfeld für Ihre Entwicklung?

Eine entscheidende. Wir profitieren von sehr gut ausgebildeten, engagierten und loyalen Mitarbeitenden. Die Infrastruktur, insbesondere in den Bereichen Mobilität und Wohnen, der Zugang zu Talenten sowie die Nähe zu den Hochschulen schaffen ein äusserst günstiges Umfeld. Wir sind weltweit tätig, doch Freiburg bleibt ein zentraler Anker für unsere Entwicklung.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Qualität des Austauschs mit den Behörden. Im Vergleich zu anderen Ländern, in denen wir tätig sind, beeindruckt mich immer wieder die Zugänglichkeit und die Offenheit der Behörden in Freiburg. Das ist in dieser Form bemerkenswert.

www.contrinex.com

Kurz gefragt

Wenn Contrinex eine Eigenschaft wäre?
Zuverlässigkeit.

Was überrascht an Ihrem Unternehmen am meisten?
Wir produzieren jährlich mehr als zwei Millionen Sensoren.

Die grösste Herausforderung heute?
Geopolitische Spannungen.

Welche Frage stellen Ihre Kunden am häufigsten (abgesehen von Preis und Lieferzeit)?
Individuelle technische oder gestalterische Anpassungen.

Der wichtigste Standortvorteil Freiburgs für Ihr Unternehmen?
Gut ausgebildete Fachkräfte und eine hervorragende Arbeitsmoral.

Und privat?
Die Schönheit des Kantons … und Gottéron!

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